Heiligendamm
„HEIC TE LAETITIA INVITAT POST BALNEA SANUM“ – Frohsinn erwartet dich hier, entsteigst du gesundet dem Bade“ – mit diesem Leitspruch empfängt das älteste Seebad Deutschlands seit dem 18. Jahrhundert zahlreiche Gäste aus der ganzen Welt.
Es war Anno 1793, als Großherzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg- Schwerin auf Anraten seines Leibarztes das erste Seebad errichten ließ. Ganz nach englischem Vorbild entstanden in Heiligendamm zwischen 1793 und 1870 Badeanstalten und -häuser sowie ein Ensemble charakteristischer Gesellschafts- und Logierhäuser. Mit baumeisterlichem Verstand schufen die Herren Johann Christoph von Seydlitz, Carl Theodor Severin und Gustav Adolph Demmler ein klassizistisches Gesamtkunstwerk, das seines Gleichen sucht.
Prominenz und Sommerfrischler aus aller Herren Länder zieht es seither in das imposante Seebad an der Ostseeküste Mecklenburgs. Neben der russischen Zarenfamilie und dem Europäischen Hochadel galt es für alle Besserverdienen als chic, mindestens einmal in Heiligendamm gewesen zu sein.
Die Besitzer von Heiligendamm wechselten, aber es blieb bis kurz vor Ende des 2. Weltkrieges ein exklusiver Badeort. 1948 wurde der Kurbetrieb wieder aufgenommen und 1957 – 1990 wurde Heiligendamm als Sanatorium der Sozialversicherung genutzt. Die Substanz der klassizistischen Gebäude verfiel nach und nach. Ein Neuanfang nötig.
Dieser begann mit dem Bau der MEDIAN- Kurklinik, die 1997 eröffnet wurde. Die lange Tradition des Kurens wird in dieser Klinik auf moderne Weise fortgesetzt. Ostseewasser und frische Seeluft garantieren auch heute optimale Heilerfolge.
Den alten Glanz erlangte das älteste Seebad Deutschlands durch die aufwendigen Restaurierungsarbeiten durch die Kölner Investorenggruppe Fundus zurück. Das Hauptensemble der Anlage, bestehend aus Grand Hotel, Kurhaus, Orangerie, Severin-Palais, “Haus Mecklenburg” und “Burg Hohenzollern”, übernahm die Hotelgruppe Kempinski.
Das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm ist auch der Ort, an dem sich die Staats- und Regierungschefs zur Konferenz treffen werden. Allein dort sollen bis zum Gipfel rund 100 Millionen Euro für Neubauten, Erweiterungen und Sanierungen investiert werden. Aber nicht nur Heiligendamm, sondern die gesamte Region rüstet sich für den Empfang von mehreren tausend Gästen zum G8-Gipfel 2007.
Das Seebad erreicht man am originellsten mit der Bäderbahn ” Molli”. Die rüttelnde und schnaufende Schmalspurbahn verbindet Heiligendamm täglich mit Bad Doberan und Kühlungsborn. Viele der Fahrgäste kehren im historischen “Herzoglichen Wartesaal” ein oder nutzen den Salonwagen. Zu besonderen Anlässen hält der “Molli” auch an der Ostseerennbahn, der ältesten des europäischen Kontinents, etwa auf halber Strecke nach Bad Doberan.
Sehenswertes:
- Hochgotisches Münster mit ehemaligem Klosterglände,
- Gebäudeensemble am Kamp und Alexandrinenplatz,
- Stadt- und Bädermuseum,
- Ehm Welk-Haus,
- Ostseerennbahn,
- Bäderbahn “Molli�,
- Alexandrinenhof -Kunsthof,
- Galerien.
Ausflugsziele:
- Kühlungsborn,
- Glashäger Quellental,
- Hütter Wohld,
- Kühlung,
- Dorfkirchen in Steffenshagen,
- Parkentin und Retschow,
- Glashütte und Töpferei in Glashagen,
- Denkmalhof Retschow,
- Hansestädte Rostock und Wismar.